Heilfasten ist wie ein „Hausputz“ für Körper und Seele und bringt viele gesundheitliche Verbesserungen mit sich, wie zum Beispiel:
Auch Personen mit gesundheitlichen Problemen, die eventuell dauerhaft medikamentös behandelt werden müssen, können Heilfasten und hierbei erstaunliche Erfolge erzielen.
Für diese Menschen gilt es jedoch, unbedingt vor der Heilfastenkur mit ihrem Arzt ein angepasstes Programm zu erarbeiten:
Beim Heilfasten wird in der Hauptsache Tee oder Wasser getrunken. Dadurch ist der Verdauungsapparat ruhig gestellt und stellt auf Reinigung und Ausfuhr um. Beim Saftfasten wird dieser durch die Inhaltsstoffe des Saftes ja nicht ruhig gestellt ist, sondern hat stets etwas zu tun hat, was beim fasten eigentlich vermieden werden soll. Da es sich dennoch nicht um die Einfuhr von Speisen handelt, läuft die Verdauung auf Sparflamme und der Körper kann zur Ruhe kommen.
Saftfasten ist eine der verschiedenen Fastenarten, die sich vom herkömmlichen Fasten abgeleitet haben. Es ist eine gute Alternative für Menschen, die schnell unterzuckern oder für Fastenanfänger. Magen und Darm haben dann zwar mehr zu tun, aber auch hier gibt es ja genügend Aufnahmepausen. Hauptanliegen ist die Entgiftung des Darms und solange dieser durch Abführen gereinigt wird, erreicht man in jedem Fall einen positiven Fasteneffekt.
Hier gibt es verschiedene Vorlieben und keine allgemein gültige Anweisung.
Des Öfteren wird jedoch empfohlen, im Frühling und im Herbst zu Fasten.
Während der kalten Jahreszeit (und durch die oftmals üppige Weihnachtszeit) haben sich vermehrt Schlackenstoffe im Körper eingenistet, die durch das Frühlings - Fasten aus dem Körper abtransportiert werden. Ein zweites Heilfasten im Herbst hilft uns dann unseren Stoffwechsel in Schwung zu halten, denn dieser fährt mit Einzug der kalten Jahreszeit automatisch etwas herunter.
Auch lassen sich jetzt besonders gut ein paar Pfunde loswerden, da der Körper zur Erhaltung der Körpertemperatur mehr Energie als sonst verbraucht.
Am Besten beginnt man zunächst mit einem oder zwei Entlastungstagen, an denen man nur leichte Speisen zu sich nimmt, wie z.B. Birchermüsli, Obst, Rohkost, Knäckebrot, Joghurt, Suppe oder Reis.
Man isst jeweils nur soviel, dass man gerade satt wird. Und dazu viel, viel Flüssigkeit!
Am ersten Fastentag ist es ratsam eine Darmentleerung durchzuführen, da der Körper so den nötigen Anschwung zur Entgiftung bekommt. Eine Fastenwoche ohne (mehrmalige) Darmentleerung ist nur die halbe Miete! Alle Altlasten, die sich über mehrere Jahre im Darm ablagern konnten, werden so ausgeschwemmt. Dadurch kann das Verdauungssystem nach der Fastenwoche viel effektiver arbeiten. Dieser Durchputz verbessert sogar oftmals allergische Symptome und stetige Müdigkeit kann verschwinden! Hierzu verwendet man entweder einen Irrigator (Einlauf), Glaubersalz oder FX Passage Salz. Diese Produkte bekommen Sie alle in der Apotheke.
Am effektivsten und angenehmsten ist eine sog. Colon-Hydro-Therapie, die mittlerweile viele Heilpraktiker anbieten. Bei dieser einstündigen Behandlung wird der Darm an ein geschlossenes Warmwasserkreislaufsystem angeschlossen und durchspült.
Auch nach der Fastenwoche ist es wichtig, wieder einen langsamen Einstieg in die normalen (oder veränderten?) Essgewohnheiten zu finden.
Für einen gesunden Menschen kann Fasten im Übrigen nicht schädlich sein, ich selbst praktiziere es seit 14 Jahren 1- bis 2-mal jährlich.
Unser Organismus setzt beim Heilfasten das körpereigene Glückshormon Serotonin frei.
Serotonin steigert das Wohlbefinden beim Heilfasten und beschert dem Fastenden ein Hochgefühl.
Der Körper hat diesen Mechanismus entwickelt, um das „Hungern“ erträglicher zu gestalten.
Dennoch reagieren Geist und Seele sehr unterschiedlich auf eine Fastenkur.
Laufen einige Menschen zu Hochform auf und haben besonders kreative Phasen, genügt anderen die Beschäftigung mit dem eigenen „Ich“, was auch zu positiven Veränderungen führt.
Auch durch die viele Zeit, die man täglich durch die ansonsten nötige Essenszubereitung spart, erhält man die Möglichkeit ungünstige Verhaltensweisen aufzuspüren und diese Stück für Stück zu ändern.
Das Gleiche gilt für falsche Ernährung – auch hier hat man gute Chancen in Zukunft bewusster, vielseitiger und gesünder zu Essen. Menschen, die regelmäßig Heilfasten, können sich somit ein- oder zweimal im Jahr wieder selbst überprüfen, ob sich nicht alte Muster erneut eingeschlichen haben.
Ich bin an meinem vierten Heilfastentag angelangt. Die Tage habe ich folgendermaßen gestaltet:
Nach meiner Erfahrung haben Sie bisher alles richtig gemacht - Wasser und Buttermilch sind in der Tat sanft abführend und darum sehr hilfreich. Auch die Trinkmolke am Abend ist in Ordnung, da Sie ja mittags und nicht abends die Brühe gegessen haben (wenn diese gar nicht schmeckt, können Sie ruhig einen Tick Salz hinzugeben).
Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Darm habe noch viel Inhalt und möchten nicht mit Glauber- oder Passage Salz abführen, können Sie auch mal Micro-Klistiere aus der Apotheke ausprobieren. Diese sind einfach in der Handhabung und sorgen für Entleerung, ohne den bitteren Geschmack der Salze.
Wenn Sie in den nächsten Tagen noch 2 - 3 mal abführen (auch nach Fastenende und mit Beginn der Aufbautage) und Ihren Einstieg in das Wieder Essen sanft gestalten (Knäckebrot, Suppen, Obst, Reis, Kartoffeln, Trockenobst, Salate etc.), ist davon auszugehen, dass Sie noch ein paar Kilo verlieren werden.
Ein Suppentag pro Woche kann auf jeden Fall nicht schaden. Achten Sie aber bitte darauf, dass Sie genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Gemüsesuppe ist auch wichtig, um den Salzhaushalt aufrechtzuerhalten.
Um Migräne vorzubeugen, sollten Sie an diesem Suppentag auch Dextrose (Traubenzucker) zu sich nehmen (gibt es in der Apotheke - je 1x morgens, mittags und nachmittags).
Das Wichtigste ist aber, dass Sie nach Ihrer Fastenkur auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung achten, um den Fasten - Effekt zu erhalten.
Vermeiden Sie Koffein, Nikotin, Alkohol und verwenden Sie Lebensmittel die frei sind von Zuckerersatzstoffen, Geschmacksverstärkern (Glutamat) und anderen künstlichen Aromastoffen sind. Diese Substanzen sind künstlich hergestellt und unser Körper kann diese Substanzen nur schwer verarbeiten und wird durch diese stark irritiert. Sie stehen auch im Verdacht Migräne auszulösen.
Sofort abbrechen! Eine Fastenperiode länger als 21 Tage ist für den Körper sehr anstrengend. Ihre Schmerzen könnten auf eine sich entwickelnde Azidose hindeuten. Hinter diesem Fremdwort verbirgt sich eine totale Übersäuerung des Körpers, die durch den Abbau von Fettgewebe und dessen Verstoffwechselung ab der dritten Fastenwoche entstehen kann. Diese kann lebensgefährlich werden!
Haben Sie sich vor der Fastenkur untersuchen lassen? Sind Sie körperlich gesund? Halten Sie auf jeden Fall Rücksprache mit Ihrem Arzt.
Wenn sich ergeben sollte, dass es sich nicht um eine Azidose handelt, so hilft bei z.B Kopfschmerzen meist ein Schluck Buttermilch recht gut und/oder ein Teelöffel Honig, sowie eine erneute Darmreinigung. Selbst nach einer verhältnismäßig langen Fastenzeit könnten noch Restverschlackungen im Darm die Ursache für Ihr Unwohlsein sein.
Gute Besserung wünscht Ihnen Ihr Heilfasten-Berater!
Es freut mich, dass Sie gefastet haben und möchte Sie auch gleich beruhigen, nein, Sie haben den Fastenerfolg trotz Nüsse und Café nicht zerstört. Denn bei aller Disziplin ist es auch wichtig, gerade in den Aufbautagen auf den Körper zu hören, denn oft signalisiert er uns durch Appetit auf etwas Bestimmtes, dass ihm etwas fehlt.
Versuchen Sie in den Aufbauphasen lieber häufiger kleinere Portionen zu essen, als zu große, denn der Magen kann diese oft noch nicht aufnehmen.
Bei Ihrer nächsten Fastenkur rate ich Ihnen bei aufkommendem Hungergefühl zu Buttermilch (ein paar kleine Schlucke) und Honig (ca. 2 Mal täglich ein halber Teelöffel). Das lindert und tut gut.
Nach meinen Erfahrungen können Sie Ihre Schüssler Salze unbedenklich während Ihrer Fastenkur weiter nehmen, dies wirkt sich sogar noch begünstigend aus, da der Körper während dieser Zeit an Mineralstoffen verliert.
Was die Länge Ihrer geplanten Fastenzeit betrifft, würde ich Ihnen raten, 12 Wochen nicht zu überschreiten. Das ist die längste Fastenperiode, die ich für vertretbar halte. Ich empfehle immer das Führen eines Fastenprotokolls, in welches Sie jeden Tag Ihr Gewicht, Ihr Befinden, Trinkmenge, Stuhlgang und alles was Ihnen sonst noch wichtig ist eintragen können. Somit haben Sie immer einen direkten Vergleich zwischen den einzelnen Tagen und eine gewisse Kontrolle über Ihren Gesamtzustand.
Ich würde Ihnen Soja-Milch nicht als generelles Fasten - Getränk empfehlen, da es Ihre Verdauung zu sehr beansprucht. Grund: In Soja - Milch sind viele Proteine enthalten. Sie können aber auf jeden Fall an manchen Tagen ein halbes Glas davon in kleinen Schlucken trinken, zum Beispiel bei Kopfschmerzen oder Unwohlsein. Man kann hier auch mit Buttermilch gute Resultate erzielen. Achten Sie auch darauf, was Ihr Körper Ihnen sagt!
Ich möchte Ihnen sicherheitshalber dazu raten, bis nach Ihrer Tabletteneinnahme mit dem Fasten zu warten.
Sie schreiben, dass es sich nur um eine temporäre Behandlung handelt.
Falls es Ihnen also nicht sehr dringend mit dem Fasten ist, wäre dies die sicherste Lösung.
Ein sich ergebendes Problem könnte nämlich eine Wirkungsverstärkung/-abschwächung des Medikamentes sein, was bei gewissen Medikamententypen unbedingt zu vermeiden wäre!
Auch reagiert Ihr leerer Magen eventuell anders auf die Tabletten, eine Magenreizung könnte die Folge sein.
Wenn Sie es nicht abwarten möchten, oder Sie nur diese Woche die Zeit und Muße zum Fasten finden, dann könnten Sie auch eine abgeschwächte Form des Fasten wählen, wie z.B. das Suppenfasten – bei dieser Art des Fastens könnten Sie zumindest Gemüsesuppe zu sich nehmen und jeweils davor Ihre Medikamente einnehmen.
In jedem Fall würde ich Ihnen raten, Rücksprache mit Ihrem Arzt zu halten!
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